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29. Dezember 2025Bestleistungen im Wettkampf: Vier mentale Strategien, die (nicht nur) dein Tennis verändern
Kennst du das Gefühl, im entscheidenden Moment zu verkrampfen – obwohl du es eigentlich besser kannst? Nicht nur auf dem Tennisplatz blockieren sich viele Spieler mit ihren Gedanken selbst. Diese vier Prinzipien helfen dir, dein inneres Spiel zu stärken und auch unter Druck konstanter zu performen.
Es ist eine Binsenweisheit, dass auf dem Tenniscourt längst nicht nur die Technik über Sieg oder Niederlage entscheidet. Der stärkste Gegner, auch das wissen die meisten, steht selten auf der anderen Seite des Netzes. Viel häufiger sitzt er im eigenen Kopf. Er sät Zweifel, schürt Ängste, baut Druck auf. Er spinnt sich Katastrophenszenerien zurecht, bewertet unermüdlich und manchmal so harsch, dass jeglicher Bezug zur Realität verloren geht. Die Vergangenheit verkauft er als Gegenwart, wenn er uns an verlorene Partien erinnert und uns immer wieder Momente des Scheiterns vor Augen führt, um uns dann zu erklären, warum es auch dieses Mal schiefgehen könnte. Ein Phänomen, das uns längst nicht nur beim Tennis begegnet.

Deine Stimme im Kopf
Es ist dein Verhältnis zur Stimme im Kopf, das ausschlaggebend dafür ist, ob du dein Potenzial abrufen kannst, wenn es zählt – oder unter deinen Möglichkeiten bleibst. Insbesondere im Amateursport trainieren die meisten Spielerinnen und Spieler überwiegend ihre Schläge (beim Tennis), die Fitness oder die Koordination. Selten aber kümmern sie sich darum, jene Fähigkeiten zu verbessern, die das innere Spiel beeinflussen. Also das, was sich während eines Wettkampfes zwischen den Ohren abspielt. Wie sich dieser Fokus verschieben und das Spiel im Kopf mehr priorisieren lässt? Mit diesen vier Tipps:
1) Fokus auf den Moment – nicht auf das Ergebnis
Sobald du dich zu sehr auf das Ergebnis fokussierst („Ich muss diesen Satz gewinnen!“), verlässt du mit deiner Aufmerksamkeit den gegenwärtigen Moment. Dazu baust du Druck auf, der fast immer blockierend wirkt und nur äußerst selten dazu führt, dass du deine besten Leistungen abrufen kannst. Wenn du gedanklich bei Spielständen, Fehlern oder möglichen Konsequenzen bist, wird dein Spiel meistens hektischer. Zweifel und Bewertungen schleichen sich ein und die so wichtige Lockerheit weicht einer wenig hilfreichen Verkrampfung. Besser: Richte deine Aufmerksamkeit immer wieder bewusst auf den gegenwärtigen Augenblick. So entsteht die Basis für den Zustand der Konzentration.
2) Die Gedanken nicht kontrollieren, sondern lenken
Eines ist klar: Du wirst es immer wieder erleben, dass du gedanklich abschweifst. Die Stimme im Kopf wird lauter und dominanter – und du ärgerst dich über verpasste Chancen, kritisierst dich scharf für Fehler und fürchtest dich vielleicht vor dem, was passieren könnte, wenn es schlecht laufen sollte. Das ist kaum vermeidbar. Was du jedoch lernen kannst: deine Gedanken besser wahrzunehmen. Also schneller zu bemerken, wenn die destruktive Stimme im Kopf die Oberhand gewinnt. Dann gilt es, deine Gedanken anzunehmen, sie zu kontrollieren, bewusst zu lenken und dich mithilfe mentaler Tools zurückzubringen in eine möglichst bewertungsfreie Wahrnehmung dessen, was geschieht. Wichtig: Mentale Stärke bedeutet nicht, keine störenden Gedanken zu haben. Sondern zu wissen, wie du mit ihnen umgehst.

3) Auf die Sprache achten
Mit keiner Person kommunizierst du dein Leben lang so viel wie mit dir selbst. Folgerichtig darfst du darauf achten, in welchem Ton du mit dir sprichst und welche Worte du wählst. Diese haben einen direkten Einfluss auf deine Leistungsfähigkeit. Wer sich permanent klein macht, verurteilt oder auch übermäßig euphorisch antreibt, verlierst zum einen wichtige Energie und setzt sich zum anderen stark unter Druck. Sätze wie: „Was war das denn?“, „Ich kann das einfach nicht!“ oder „Heute läuft wieder mal gar nichts!“ sorgen für Frust, Anspannung, Unsicherheit und manchmal sogar Resignation.
Versuche es mal so: Beschreibe statt zu bewerten. Betrachte Situationen möglichst analytisch und frei von Emotionen. Sieh die Dinge so, wie sie sind. Ein Doppelfehler bedeutet, dass du einen Punkt verloren hast – nicht aber, dass du grundsätzlich unbegabt bist für den Aufschlag. Stelle dir Fragen wie: Was ist gerade wirklich passiert? Und: Was könnte ich jetzt anders machen? Klare, sachliche und unterstützende Impulse sorgen dafür, dass du auch nach Fehlern handlungsfähig bleibst und schneller zurück in den Zustand der Konzentration findest.
4) Setze auf die Kraft der Einfachheit
Insbesondere Tennisspieler versuchen oft, sich während eines Matches an die vielen technischen Anweisungen zu erinnern, die sie von Ihren Trainern kennen. „Geh mehr in die Knie!“, „Hol doch früher aus!“, „Lasse das Handgelenk locker!“, „Triff den Ball vor dem Körper!“ Je nach Stimmungslage, folgt manchmal noch eine wenig charmante Ergänzung wie: „Verdammt noch mal!“ Die Folge: Du gibst dir zwar noch mehr Mühe, meistens führt die jedoch zu mehr Druck und Anspannung. Nach dem Motto: „Je mehr Mühe du dir gibst, desto mehr hast du auch“ Gerade in Wettkämpfen können angestrengte Bemühungen die eigenen Bewertungen befeuern und Unsicherheiten hervorrufen. Was du stattdessen benötigst, ist innere Ruhe, Vertrauen in deine Fähigkeiten und Klarheit im Kopf. Konzentriere dich deshalb auf einen einzigen Fokus, anstatt an mehrere Aspekte gleichzeitig zu denken. Hier beginnt deine Konzentration.
Fazit: Die Basis für Konstanz entsteht im Kopf
Um Bestleistungen zu erzielen, sind deine Fähigkeiten im inneren Spiel entscheidend. Die erfolgreichsten Menschen, auch abseits aller sportlichen Disziplinen, haben gelernt, wie sie in herausfordernden Phasen präsent, klar und voller Vertrauen bleiben.
Wenn auch du immer wieder erlebst, dass du dich mit deinen Gedanken selbst blockierst und die Spielfreude verlierst, ist es Zeit für neue Erfahrungen. Vielleicht stellst du auch fest, dass du durch Druck, Versagensangst und Selbstzweifel Matches verlierst, die du durchaus gewinnen könntest? Dann geht es dir wie vielen Millionen Menschen in allen Ländern dieser Welt. Irgendwie auch eine beruhigende Erkenntnis, nicht wahr? Die gute Nachricht ist: Mentale Stärke ist lernbar. Die Fähigkeiten für ein starkes inneres Spiel lassen sich trainieren – wie Vorhand, Rückhand oder Aufschlag.
Entdecke einen neuen Weg
Stell dir vor, künftig agierst du mit einem klaren Kopf, wenn deine beste Performance gefragt ist. Du bleibst ruhig nach Fehlern, findest schneller zurück in deine Kraft und kannst dein Spiel auch unter Druck abrufen. Genau daran arbeite ich mit Sportlerinnen und Sportlern auf nahezu jedem Leistungsniveau im Coaching – Schritt für Schritt, praxisnah, vertrauensvoll und individuell.
Als zertifizierter Inner Game Coach begleite ich auch dich gern auf deinem Weg zu mehr Vertrauen und innerer Stärke. In einem unverbindlichen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, wo du aktuell stehst, welche Herausforderungen es gibt und wie du deine Leistungen auf das nächste Level bringen kannst. Klingt gut? Schreib mir eine Nachricht und ich melde mich bei dir.








